

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Kunden?
Natascha Kunz: Ja, er übergab mir ein Arztrezept. Ich habe schon im ersten Lehrjahr geübt, die verschiedenen Handschriften zu entziffern, so gelang mir das bei meinem ersten Kunden gut. Aber ich brauchte trotzdem einige Zeit, um alles zusammenzustellen und die Medikamente mit den Einnahmevorschriften zu versehen, weil ich in diesen Arbeiten noch nicht so geübt bin.
Wie reagieren die Kunden, wenn sie von Ihnen als Auszubildende bedient werden?
Die meisten haben viel Verständnis für mich und sind freundlich. Und ich kann ja jederzeit eine meiner Kolleginnen um Unterstützung bitten, wenn ich nicht weiter weiss oder ein Kunde in Eile ist. Das gibt mir Sicherheit und wird auch von den Kunden positiv wahrgenommen.
Wie haben Sie sich auf das Bedienen von Kunden vorbereitet?
Wir haben in der Schule Rollenspiele gemacht und lernten wichtige Fragen auswendig. In der Apotheke beobachte ich meine Kolleginnen, und sie geben mir Feedback, was ich im Umgang mit den Kunden verbessern kann. Auf diese Weise lerne ich jeden Tag etwas dazu.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?
Der Beruf der Pharma-Assistentin ist sehr abwechslungsreich. Jeden Tag kommen neue Fragen auf mich zu, und jeder Kunde ist anders und möchte individuell betreut werden. Das macht meine Arbeit interessant.
Das heisst, Sie sind überzeugt von Ihrer Berufswahl?
Oh ja, ich wusste schon bald, dass ich gerne in einer Apotheke arbeiten möchte. Seit ich bedienen darf, macht mir die Arbeit noch mehr Spass. Ich freue mich jetzt schon auf kommenden Sommer, wenn ich dann mehrheitlich im Kontakt mit den Kunden stehe.