Insektenstich

Insektenstich
Ratgeber/ Insektenstiche

Insektenstich

Regina Jeger

Die meisten Menschen reagieren auf Insektenstiche mit einer kleinen Rötung oder Schwellung. Bei einer allergischen Reaktion auf ein Insektengift kann die Ausprägung allerdings von harmlos bis zu lebensbedrohlich sein. Es kann innert Minuten zu einem Ausschlag, Schwellungen im Gesicht, Juckreiz, Übelkeit bis hin zu Atemnot oder Kreislaufkollaps kommen. Durch schnelles Handeln können diese Situationen vermieden werden.

Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen sind mit einem Stachelapparat ausgerüstet, den sie zur Verteidigung oder zum Jagen einsetzen. Ursachen für die Reaktion des Körpers auf einen Stich ist das Insektengift, welches bei einem Stich unter die Haut gespritzt wird.

Behandlungsprinzipien

Schulmedizin

Vorbeugend können Insektenschutzmittel angewendet werden. Nach einem Stich lassen sich die Symptome mit Antiallergika lindern. Bevorzugt wird hier immer die lokale Therapie mit Gels oder einem Roll-on. Bei stärker ausprägten Reaktionen kann eine systemische, also innerliche Therapie mit antiallergischen Tabletten erwogen werden.

Insektenschutzmittel
  • Insektenschutzmittel zur Vorbeugung von Stichen durch Abwehr der Insekten gibt es in Sprayform, als praktische Armbänder/ Anhänger, zum Aufkleben auf die Haut.

Antiallergika
  • Lokale Therapie: In vielen Produkten, welche lokal an der Einstichstelle angewendet werden, sind unter anderem antiallergische (wirksam gegen den Juckreiz) und lokal betäubende Substanzen (wirksam gegen den Schmerzen) enthalten.

  • Innerliche (systemische Therapie): Bei intensiven Beschwerden oder wenn die Symptome gleichzeitig verschiedene Organe befallen, steht eine Vielzahl von Medikamenten mit antiallergischen Wirkstoffen in Tabletten- oder auch

    Tropfenform zur Verfügung.

Desinfektionsmittel
  • Um allfällige Infektionen zu vermeiden, kann die Einstichstelle mit einem Desinfektionsmittel versorgt werden.

Notfallset
  • Insektengiftallergiker sollten immer ihr Notfallset mit den Medikamenten zur raschen Einnahme bei sich tragen. Dadurch kann schwereren Reaktionen vorgebeugt werden.

Komplementärmedizin
  • Schüsslersalze lassen sich sowohl vorbeugend als auch therapeutisch zur Linderung der Symptome einsetzen.

  • Die Phytotherapie bietet eine Vielzahl von Produkten auf pflanzlicher Basis, welche zur Behandlung von Insektenstichen eingesetzt werden können. Zum Beispiel haben sich Gele mit essigweinsaurer Tonerde, Kamillenextrakt und Arnikatinktur zur Therapie von Insektenstichen sehr bewährt.

  • Auch der homöopathische Ansatz bietet vorbeugende und therapeutische Möglichkeiten bei Insektenstichen und ermöglicht eine bedenkenlose Anwendung schon bei Babys, in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Was Sie sonst noch tun können…

Vorbeugend:

  • Vorsicht bei Gartenarbeiten, beim Blumen- und Obstpflücken

  • Nicht barfuss gehen

  • Keine Süssigkeiten, Fleisch oder Bier im Freien konsumieren

  • Körper möglichst bedeckt lassen und geschlossene Schuhe tragen

  • Auf parfümierte Pflegeprodukte verzichten

  • Mückennetze nutzen

Nach dem Stich:

  • Einstichstelle kühlen

  • Einstichstelle an den Folgetagen beobachten, um Infektionen frühzeitig zu erkennen

Kommen Sie vorbei. Wir beraten Sie gerne.