Nasennebenhöhlenentzündung

Nasennebenhöhlenentzündung
Ratgeber/ Stirnhöhlenentzündungen

Nasennebenhöhlenentzündung

Mitarbeiterin Apotheke
Mayuri Thanaratnam

Eine Sinusitis ist eine Entzündung der Nasennebenhöhlen. Sie führt zu einer erschwerten Nasenatmung und Gesichtsschmerzen. Weitere Symptome können ein Druckgefühl in der Stirn, sowie ein reduzierter Geruchssinn, Kopfschmerzen und Fieber sein. Die Stirnhöhlenentzündungen können durch anatomische Gegebenheiten wie schmale Nasengänge oder Nasenpolypen begünstigt werden, da sie den normalen Schleimabfluss behindern. Meistens werden Stirnhöhlenentzündungen durch virale oder bakterielle Infektionen verursacht. Akute Stirnhöhlenentzündungen treten plötzlich auf und heilen oft von selbst, während chronische Entzündungen länger anhalten und oft wiederkehren. Es können jeweils entweder nur eine Stirnhöhle oder beide betroffen sein, wobei einseitige Entzündungen oft leichter zu behandeln sind.

Schulmedizin
Bei der Behandlung von Stirnhöhlenentzündungen kommen verschiedene Wirkstoffgruppen zum Einsatz.

Mukolytika
  • Mukolytika, sogenannte «Schleimlöser» sind Medikamente, die den Schleim verdünnen und so den Abtransport erleichtern. Diese sind unter anderem in Form von Brausetabletten/Sachets und als Nasensprays/-tropfen erhältlich.

Schmerzmittel
  • Schmerzmittel können als innerliche Therapie in Tablettenform zur Linderung von Schmerzen eingesetzt werden. Bei Bedarf können auch Schmerzmittel mit zusätzlicher entzündungshemmender Komponente eingesetzt werden.

  • Abschwellende Medikamente Abschwellende Medikamente sind meist in Form von Nasensprays oder -tropfen erhältlich. Sie reduzieren die Schwellung der Nasenschleimhäute und können so helfen, die Nasengänge zu öffnen. Dadurch wird das Atmen erleichtert und der Druck gelindert. Diese sollten jedoch nur kurzfristig angewendet werden, um eine Gewöhnung zu verhindern.

Salzlösungen
  • Durch Nasenspülungen oder Nasensprays mit isotonischer Kochsalzlösung oder Meersalz können die Nasennebenhöhlen befeuchtet und gereinigt werden und so Infektionen vorgebeugt resp. diese von Schleim und Krankheitserregern befreit werden.

  • Dexpanthenol-haltige Nasensprays regenerieren und befeuchten die Schleimhäute

Behandlungsprinzipien

Komplementärmedizin

  • Homöopathie bietet lindernde Produkte in Form von Nasensprays, Globuli und Tabletten.

  • Die Phytotherapie bietet diverse Produkte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen

  • Eukalyptus und Pfefferminze können als Öl auf den Schläfen einmassiert oder mit Wasserdampf resp. speziellen Inhalatoren inhaliert werden. Sie wirken antiviral und antibakteriell.

  • Kamille wirkt bei Inhalation beruhigend und befeuchtend

  • Pflanzliche Kombinationspräparate können in Tablettenform eingenommen werden, um zähen, festsitzenden Schleim zu lösen und die entzündete Schleimhaut abzuschwellen. Hier kommen beispielsweise Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüten mit Kelch, das Kraut des krausen Ampfers, Holunderblüten und Eisenkraut zum Einsatz.

  • Auch Kombinationen von ätherischen Ölen aus Eucalyptusblättern, Orangenschalen, frische Zitronenschale und Myrthenblätter lösen den Schleim, bekämpfen Krankheitserreger und befreien die Atemwege.

Ergänzend können zur Unterstützung des Immunsystems Präparate mit Vitamin C, Zink, rotem Sonnenhut etc. genutzt werden.
Immunsystem stärken
  • Ausreichend trinken, um den Schleim zu verflüssigen

  • Bei Schnupfen sollten Sie die Nase nur vorsichtig putzen, da sonst der Schleim in die Nebenhöhlen oder auch in das Mittelohr katapultiert wird. Ein Nasenloch sollte dabei zugehalten werden. Den Nasenschleim „hochzuziehen“, ist zwar nicht vornehm, schont aber entgegen landläufiger Meinung die Nebenhöhlen! Es ist besser, als die Nase zu schnäuzen.

  • Akupunktur vor allem bei chronischen Verläufen

  • Bei Komplikationen und häufigen Entzündungen kann ein operativer Eingriff Abhilfe schaffen

Was Sie sonst noch tun können…

Was sie sonst noch tun können:
  • Wärme z.B. in Form von warmen Auflagen oder Rotlicht aufbringen

  • Leinsamenpäckchen auf die Stirnhöhlen auflegen

  •   Mit entzündungshemmenden Lebensmitteln wie Ingwer und Kurkuma die Genesung unterstützen. Auch Meerrettich kann eingenommen oder als Wickel verwendet werden, um die Genesung zu fördern.

  • Fussbäder anwenden (v.a. aufsteigende Fussbäder oder Senfmehlfussbäder)   

  • Hochlagerung des Kopfendes des Betts, um den Druck zu reduzieren

  • Auf das Rauchen möglichst verzichten

  • Eine regelmässige und schonende Reinigung der Nase kann helfen, Infektionen vorzubeugen

  • Die Luftfeuchtigkeit v.a. in den Wintermonaten hoch halten (z.B. mit einem Luftbefeuchter), um die Schleimhäute zu befeuchten. Feuchte Schleimhäute sind weniger anfällig für Infektionen.

  • Mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmässiger Bewegung und ausreichend Schlaf das

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